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Die Orgel

 

 

 

 

Die Sulzbacher Evangelische Kirche

Bereits im Jahr 1031 war der Kirchturm vorhanden, vier Jahre bevor Sulzbach überhaupt urkundlich erwähnt wurde. Lange zuvor, im 8. Jahrhundert, stand dort zunächst eine Holzkirche. Die daran angebaute Apsis mit ihrer herrlichen Freskenmalerei ist im 15. Jahrhundert entstanden.

Über das daran angebaute Kirchenschiff ist leider nichts bekannt. Während des 30-jährigen Krieges in der Schlacht bei Höchst am 7.6.1622 ist das Kirchenschiff völlig ausgebrannt. Nur die Umfassungsmauern standen noch.

Von 1652 bis 1659 wurde ein Wiederaufbau durchgeführt, allerdings handelte es sich dabei nur um eine Notkirche. 1724 beschlossen die Sulzbacher, die Kirche abzureißen und eine neue Kirche aufzubauen. Die heutige evangelische Kirche entstand. Genau genommen sind es zwei Kirchen unter einem Dach, eine stilvolle Barockkirche bäuerlicher Prägung und eine Kapelle mit Stilelementen der romanischen und gotischen Zeit. Bestückt mit 2 Altären, 2 Emporen mit wundervollen Gemälden und einer beeindruckenden Orgel.

Glocken - Klänge der Heimat - jetzt hr-online

Ob nun die Glocken unserer Kirche zum Gebet rufen oder zu festen Tageszeiten läuten, ihr Klang erreicht das Herz. Einigen Sulzbachern fällt sofort auf, wenn die Glocken zu den üblichen Zeiten mal nicht läuten oder länger als gewohnt...

Das Geläute hat auch seine Gründe:

  • Das 11.00 Uhr–Läuten stammt aus der Tradition der Sulzbacher Landwirte. 11.00 Uhr, die Arbeit so langsam auf dem Feld beenden, um 12.00 Uhr gibt es Mittagessen. 18.00 Uhr-Läuten heißt so viel wie „Feierabend“.
  • Der Samstag wird um 17.00 Uhr eingeläutet. Eine Minute mit Glocke 1, eine Minute mit Glocke 2, eine Minute mit Glocke 3. Die anderen Glocken sind dann jeweils still. Und dann alle drei Glocken bis 17.10 Uhr.
  • Der Gottesdienst wird für fünf Minuten eine Stunde vor Gottesdienstbeginn angekündigt, der Gottesdienst selbst zehn Minuten vorher.
  • Das „Vater unser“ wird mit Glocke 1 verkündet.
  • Läutet es allerdings um 16.00 Uhr mit Glocke 3, so liegt ein trauriger Anlass vor — ein Gemeindeglied ist verstorben.

Und dies sind unsere drei Glocken:

  • 1. Glocke g‘: 520 kg, gegossen 1950, Inschrift: "soli deo gloria" und "Haltet an am Gebet"
  • 2. Glocke a‘: 390 kg, gegossen 1924, dem Gedächtnis der im 1. Weltkrieg Gefallenen gewidmet mit der Inschrift: "Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben"
  • 3. Glocke c‘‘: 242 kg, 1950 gegossen, Inschrift: "Ich lebe und ihr sollt auch leben"

Das normale Drei-Klang-Geläute ist jetzt online zu hören. Klicken Sie einfach auf das Glockenbild.